Antworten auf die dringlichen Fragen unserer Kinder


Wie erkläre ich meinem Kind Gott und Religion?

Rubrik: Lebenseinstellungen

Kinder fragen oft nach dem Sinn von Religion und der Existenz von GottAuch wenn in Deutschland die Religion immer weiter aus dem öffentlichen Bewusstsein schwindet, werden Kinder doch häufig mit religiösen Symbolen und Gebäuden konfrontiert. Spätestens zur Weihnachtsmesse, wenn man als Familie in die Kirche pilgert, möchten die Sprösslinge wissen, was hinter Kirchen und Religionen steckt, was Gott eigentlich ist und warum Menschen beten. Die Antwort birgt eine grundsätzliche Erziehungsfrage.

Eine verkante Lebenseinstellung

Viele Menschen entfernen sich mit Wachstum der omnipräsenten Konsumgesellschaft immer mehr von der Kirche. Bis auf die Kirchensteuer auf der Gehaltsbescheinigung interessiert man sich immer seltener für religiöse Dinge. Dabei sollten große Meilensteine in der Menschheitsgeschichte, wie etwa die christlichen Tugenden nicht in Vergessenheit geraten, bergen sie schließlich wichtige Lehren und Empfehlungen für das Leben. Nichtsdestotrotz muss sich eine Familie entscheiden, ob sie ihr Kind mit den Lehren der Religion erzieht, oder dieses Feld sachlich angeht.

Die Erklärung ein Drahlseilakt

Religion ist das Opium für die Massen – doch nicht unbedingt in der negativen Bedeutung dieses Ausspruchs. Religion hat über Jahrhunderte Abermillionen Menschen geholfen, ihr Schicksal zu erdulden und in Zeiten von Schwäche durchzuhalten. Sie hat aber auch den Mächtigen dabei geholfen, Unrecht zu legitimieren. Wer seinem Kind erklärt, Gott sei für das Universum verantwortlich, wird früher oder später auch mit der Frage konfrontiert, warum Gott schlechte Dinge duldet. Hier geraten viele Eltern in Erklärungsnöte, handelt es sich schließlich um eine Frage, die selbst unter Erwachsenen auf zwiespältige Antworten stößt. Eine einseitige Erklärung wird eher dazu beitragen, dass sich das Kind früher oder später von anderen Sichtweisen zu leicht beeindrucken und mitreißen lässt. Auf einfach strukturierte Fragen sind auch Antworten mit wissenschaftlichem Kontext lediglich nur verwirrend. Besser ist es, dem Kind klar zu machen, dass Leute die an Gott glauben Kraft und Mut aus dieser Einstellung ziehen. Dass sie möchten, dass alle Menschen einander liebhaben sollen und alle gleich sind.
Andere Weltreligionen wie der Buddhismus oder der Islam sollten unbedingt auch thematisiert werden, damit das Kind sich selbst ein Bild davon machen kann, dass Leute unterschiedlichsten Ursprungs das gleiche Ziel haben – ein Leben in Harmonie zu führen.

Bildmaterial: wikipedia.org

Ähnliche Inhalte lesen: